Donnerstag, 1. Juni 2017

UNTERWEGS in Zingst - Urlaub 2017



Anlässlich einer großen Familienzusammenkunft waren meine Familie und ich für eine Woche an der Ostsee in Zingst (Darß). Ein paar Impressionen davon, was wir bei dem grandiosen Wetter unternommen und gesehen haben, möchte ich in diesem Post mit euch teilen - und gleichzeitig ein wenig die "Werbetrommel" für diesen wunderschönen Ort und seine Attraktionen rühre ;-)

Sonntag startete ich bereits in aller Früh (8.35 Uhr) meine Reise gen Norden, da mir eine achtstündige Zugfahrt bevorstand. Vorteile dieser Uhrzeit (und dieses Wochentags): Ich hatte freie Platzwahl ;-)
In Rostock hat mich meine Familie in Empfang genommen und zu viert sind wir dann mit dem Auto weiter nach Zingst gefahren, wo meine Eltern und meine Schwester bereits seit einer Woche die Seele baumeln gelassen haben. Nachdem ich mich häuslich in unserer Pension eingerichtet habe (d.h. ich hab meine Sachen einfach von mir geschmissen) und wir lecker im Restaurant (das Sprizz) unterhalb unserer Behausung zu Abend gegessen haben, sind wir an die Seebrücke gegangen. Dort fand nämlich die ganze Woche über jeden Abend ab 22 Uhr im Zuge des Umweltfotofestivals horizonte zingst (gesponsert u.a. von Epson und CEWE) eine Foto-Präsentation statt. Gezeigt wurden dabei sowohl Aufnahmen, die bei den abgehaltenen Workshops entstanden sind, als auch Bilder von Touristen, die sie mit einer OLYMPUS OMD-E-M1 / OMD-E-M5 / OMD-E-M10 geschossen haben. Die konnte man nämlich anlässlich des Fotofestivals für drei Tage kostenlos ausleihen und anschließend (sofern gewünscht) einreichen. Mit etwas Glück wird der Schnappschuss bei der Bilderflut zum Bild des Tages gewählt. Das Reizvolle daran war, dass dem Gewinner eine OLYMPUS Action-Camera TG-Tracker sowie einen Festivalkatalog und ein Festival-T-Shirt winkten. Meine Schwester hat auch am nächsten Tag selbst ein Bild eingereicht, leider ohne Erfolg. Trotzdem war es cool, eine ihrer unzähligen Aufnahmen auf der riesigen Leinwand am Meer bewundern zu können. Übrigens läuft noch bis zum 31.08.2017 ein weiterer Fotowettbewerb auf Facebook #zingstmomente.
Seebrücke Zingst
Sonnenuntergang
Während wir also auf das Spektakel warteten, sind wir mit Drinks bewaffnet die Seebrücke entlang geschlendert und haben den wahnsinnig tollen Sonnenuntergang bewundert und ich habe nach zehn Jahren endlich wieder einmal Ostseesand berührt. An sich also ein fantastischer Start in den Urlaub… bis auf die Tatsache, dass für mich die Nacht ein nicht ganz so tolles Ende nahm :-/
Die nächsten Tage waren wir vor allem damit beschäftigt, uns zu sonnen (das Wetter war einfach bombastisch!), Geld in den Geschäften, Restaurants und Cafés zu lassen und diverse Verwandte zu besuchen. Letzteres ließ sich für uns auf optimale Weise miteinander verbinden, da meine Großcousine Inhaberin des (soweit ich weiß einzigen Bastelladens in Zingst in der Fritz-Reuter-Straße (in der Nähe des Max-Hünten-Haus) ist. Jetzt vollkommen unabhängig davon, dass das Geschäft von einer Verwandten betrieben wird, kann ich jedem mit einer kreativen Ader, ein Faible für Papierbasteleien und/oder einer Vorliebe für schöne, verspielte Dinge nur empfehlen, in Zingst ihren Laden aufzusuchen. Er ist zwar nicht sonderlich groß, aber genial ausgestattet und liebevoll gestaltet. Bei Bedarf erklärt meine Großcousine einem auch die verschiedenen Techniken und Beispielobjekte hängen in den vier Wänden zur Genüge. Außerdem hält sie auch gelegentlich Workshops ab und nimmt Bastelaufträge für Events u. dgl. an.
Während meine Mutti ihren Muttertagsgutschein dort erfolgreich umgesetzt hat, habe ich mir diese drei Karten und diese schöne Dekoflasche gegönnt:
Ausbeute aus dem Kreativladen
Sogar mein Vati ist fündig geworden – also kann man auch getrost seinen Mann/Freund/Sohn mitnehmen, wenn man sich dort umsehen will. Notfalls kann man den auf der Bank vor dem Geschäft „parken“ ;-)
Am Donnerstag (Männer-/Vatertag) haben wir meine Schwester nach Stralsund zum Bahnhof gefahren, da sie am nächsten Tag wieder auf Arbeit erscheinen musste. Wir haben diesen Ausflug auch gleich dazu genutzt, den Hafen zu besuchen. Für meinen Vati war das besonders schön, da er uns einige interessante Informationen liefern konnte, denn er hat dort in der Nähe zu seinen Marinezeiten gelebt. Außerdem waren wir dort Eis essen und sind dann abends in Zingst zum Grillen eingeladen gewesen.
Hafen in Stralsund
Freitag war schließlich das lang ersehnte Familientreffen. Es war beeindruckend zu sehen, wie groß meine Familie mütterlicherseits eigentlich ist - und dabei waren bei Weitem nicht alle da. Logischerweise gab es jede Menge zu erzählen bzw. hat "die Jugend" (zu der ich auch noch zähle^^) Tischtennis gespielt. Der Abend wurde dann auch ziemlich lang für einige von uns. Ich tatsächlich bis halb 5 durchgehalten und bin schon im Hellen in die Pension gelaufen. Obwohl ich nach nur wenigen Stunden Schlaf etwas angeschlagen war, habe ich es mir trotzdem nicht nehmen lassen, mir etwas Kultur zu gönnen, während ein Teil der Verwandtschaft eine Radtour zur Müggenburg unternommen hat (ich bin eine miese Radfahrerin und hab daher dankend auf das Angebot verzichtet). Ich habe mich die Kunstausstellungen im Hotel Vier Jahreszeiten und in der Panzerhalle angesehen. Dort waren sowohl Skulpturen aus Altmetall als auch unterschiedliche Fotografien zu bewundern. Hier eine kleine Kostprobe der Werke, die man auch käuflich erwerben konnte (mit dem nötigen Kleingeld versteht sich):
Bison aus Altmetall
Gollum aus Altmetall
Der Abreisetag (Sonntag) war dann leider eine einzige Katastrophe. Meine Eltern wollten mich ursprünglich bis Leipzig mit dem Auto mitnehmen, damit ich dort mit dem Zug weiterreisen konnte. Nachdem wir dann in drei Stop & Go's geraten und diverse Umwege genommen haben, um große Staus zu vermeiden, haben sie mich stattdessen in Jüterbog in den Zug gesetzt, weil es immer später wurde. Ich war dann 23 Uhr zu Hause - fast 13 Stunden Fahrt insgesamt. Eigentlich bräuchte ich jetzt nochmal Urlaub :-P

Tipps für den Aufenthalt in Zingst
  1. Achtet bei der Mietung einer Unterkunft darauf, dass WLAN zur Verfügung steht, wenn ihr darauf Wert legt. Wir hatten nämlich keins. Ich denke, ich muss nicht erklären, welche Katastrophe das für mich war! Nach nur wenigen Tagen war mein Datenvolumen nämlich aufgebraucht und die WLAN-Hotspots sind in Zingst rar gesäht.
  2. Wenn man mal etwas abseits der üblichen Touristenwege durch Zingst laufen (und vielleicht den anderen Urlaubern aus dem Weg gehen) will, dem empfehle ich die Route über den Martha-Müller-Grählert-Park. Dort ist es a) idyllisch, b) weniger überlaufen, c) gibt es dort einen kleinen Spielplatz, an dem auch Erwachsene ohne Kinder getrost herumtollen können, und d) steht dort eine herrliche Statue aus Metallstangen, welche je nach Perspektive entweder einen Hirsch oder einen Kranich formen.
    Kranichperspektive
    Hirschperspektive
  3. Wie oben bereits erwähnt: besucht den Bastelladen meiner Großcousine ;-)
  4. Erwerbt eine Kurkarte, denn mit dieser bekommt ihr bei diversen Einrichtungen und Veranstaltungen einen Preisnachlass bzw. sind sie für euch kostenlos.
  5. Erleichtert euer Gepäck dadurch, dass ihr keine bzw. nicht allzu viele Bücher einpackt. In Zingst können Urlauber mit einer Kurkarte in der Bibliothek (im oberen Stock des Max-Hünten-Haus) kostenlos Bücher ausleihen. Im Notfall kann man sich auch Nachschub in den Buchandlungen Lesen und Schriben oder Lesezeit besorgen. Beide führen viele aktuelle Titel.
  6. Genehmigt euch ein Frühstück in der Museumsbäckerei Alt Zingst direkt neben dem Museumshof: Der Kaffee ist lecker und das Frühstück für zwei üppig genug für drei Leute.
  7. Fisch kann man an der Ostsee an jeder Straßenecke essen. Wer etwas mehr Geld im Portemonnaie hat, kann sich im Hafen von Zingst verschiedene Fischsalate, Räucherfisch usw. holen - sehr lecker. Auch sonst ist der Hafen hübsch anzusehen (klein, aber sehr idyllisch).
    Hafen von Zingst
  8. Packt unbedingt Mückenspray ein! Gegen Abend wimmelt es nur so von den Blutsaugern (besonders am Strand). Kaltes Wasser hilft übrigens gegen den Juckreiz ;-)
  9. Besucht auch die umliegenden Ortschaften. Mit dem Fahrrad kommt man dort gut hin, sofern man nicht wie ich einen Hang zu Fahrradunfällen hat.
  10. Beachtet bei der Anreise, dass die Meiningenbrücke, die nach Zingst führt, zu festen Uhrzeiten öffnet. Es kann also sein, dass man dort für eine Weile warten muss. Infos zu den Öffnungszeiten gibt es *HIER*.

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