Montag, 27. März 2017

UNTERWEGS auf der Leipziger Buchmesse 2017 #1



Die Leipziger Buchmesse 2017 ist Geschichte! Und sie war wieder voller Highlights, fantastischer Autoren und natürlich - wahnsinnig toller Bücher (das hat auch mein Geldbeutel deutlich zu spüren bekommen). Da ich dieses Jahr wirklich unglaublich viel erlebt habe, werde ich meinen Bericht in zwei Teile splitten. Heute erfahrt ihr also erst einmal alles über die Buchmesse-Tage Donnerstag und Freitag. Viel Spaß!

Der Donnerstag startete für mich direkt mit einem Highlight und einer Premiere. Aber erst nach einer Stunde Parkplatz-Chaos und einem herzlichen Wiedersehen mit meiner ehemaligen Kollegin und aktuellen Blogger-Kollegin Tina und ihrer Freundin Nadja - den Mädels vom Tulpentopf also. Gleich als erstes haben wir uns am Stand von Carlsen einen super süß gestalteten Blogpanner abgeholt und natürlich den ersten Ausblick auf die heiligen Hallen der Büchersüchtigen genossen. 

Glashalle noch angenehm leer
Anschließend ging es für mich direkt zu meinem ersten Termin und ich war tierisch aufgeregt, denn es stand mein erstes "Live Interview" mit einer Autorin an - bisher habe ich meine Interviews ja "nur" per Mail geführt und es ist schon etwas ganz anderes, dem Autor vis-á-vis gegenüber zu sitzen. Mary Cronos aus Berlin hatte sich dazu bereit erklärt, mir in einem Interview Rede und Antwort zu stehen und mir den Auftakt zu ihrer in Eigenregie veröffentlichten Fantasy-Reihe Nafishur vorzustellen. 
Mary Cronos und ich
Nachdem wir uns auf der "Kommandobrücke" Gott sei Dank schnell gefunden hatten, sind wir an ein ruhiges Plätzchen im CCL gewechselt und es war gleich klar: Wir sind auf einer Wellenlänge. Das Interview war also mehr ein ganz lockeres Gespräch und irgendwie konnten wir gar nicht mehr aufhören zu quatschen (was sich übrigens auch anhand meines Mitschnitts zeigt, der ellenlang ist und für den ich eine Weile brauchen werde). Mary hat mir natürlich auch viele tolle Goodies mitgegeben (behaltet in den nächsten Tagen mal unsere Facebook-Seite im Auge!) und mich richtig neugierig auf Nafishur gemacht. Ihr könnt euch also schon einmal auf ein tolles Interview freuen - es kommt in den nächsten Tagen, versprochen!

Melanie Amann
Nach dem Interview war ich wirklich happy und aufgedreht und lief erst einmal ziellos durch die Hallen, bevor ich mich mit Tina und Nadja in der Glashalle zum Futtern und Cosplayer Gucken traf. Nach einer ausgiebigen Entdeckungstour durch Halle 5, wechselte ich in Halle 3, um einem Gespräch mit der Journalistin und Autorin Melanie Amann zu lauschen. Ihr Buch Angst für Deutschland ist bei Droemer Knaur erschienen und sorgt derzeit für Furore. Die Spiegel-Redakteurin enthüllt darin die wahren Absichten der AFD und ihrer Mitglieder - ein durchaus brisantes Thema. Ich fand das Interview sehr interessant und so durfte das Buch später auch noch mit. Ich bin sehr gespannt darauf!

Es war nun schon Nachmittag und für mich stand gleich der nächste Termin an, sozusagen eine Pflichtveranstaltung auf der Buchmesse: Die Signierstunde von Sebastian Fitzek am Stand von Droemer Knaur. Um dem Trubel am Samstag zu entgehen, habe ich mich für die Signierstunde am Donnerstag entschieden, aber ich hätte es besser wissen müssen: Auch hier war bereits die Hölle los. 
Warteschlange bei Fitzek
Ich stand also doch recht weit hinten und musste ungefähr eine Stunde warten. Wie immer top: Die Signierstunde startete eher als angesetzt und eine nette Mitarbeiterin vom Verlag verteilte Wasser an die Wartenden. Nur Schlangen bilden - das können die Menschen nach wie vor nicht (Stichwort: Wir machen alle Gänge zu, es könnte sich ja jemand vordrängeln *Augen verdreh*). Als ich dann an der Reihe war, fiel Sebastian Fitzek direkt mein T-Shirt auf - wie schon bei der Jubiläumsshow. 
Same procedure as every year
Wir konnten wenigstens kurz plauschen, bevor eine glückliche Svenja die Schlange mit ihrem signierten Exemplar von AchtNacht verließ, um am Stand noch ein wenig zu stöbern. Anschließend ging es zusammen mit Tina und Nadja gen Ausgang.

Aber damit war der Donnerstag für mich noch nicht zu Ende. Nach einem kurzen Intermezzo zuhause, einem Klamotten-Wechsel und einem schnellen Abendessen ging es für mich in der Bahn Richtung Innenstadt: Es stand ein Live-Abend im Hugendubel an. Zu Gast: Firas Alshater, Youtuber und Buch-Autor. Zum Glück war ich in weiser Voraussicht eine halbe Stunde eher gekommen, denn den sympathischen Syrer wollten unglaublich viele Menschen sehen - der absolute Wahnsinn. 
Firas Alshater live
Ich konnte tatsächlich einen Platz in der ersten Reihe ergattern und es folgten zwei witzige, aber auch emotionale und nachdenkliche Stunden, in denen Firas einige seiner Videos zeigte, sein Buch Ich komm auf Deutschland zu (eines meiner Jahres-Highlights 2016) vorstellte und erzählte, wie er nach Deutschland kam und wie es in ihm in seiner neuen Heimat bisher ergangen ist. Ich muss sagen: Firas ist genauso, wie er sich in seinen Videos und in seinem Buch gibt. Wahnsinnig optimistisch, lustig, sympathisch und einfach zum Knuddeln. 
Firas und ich
Im Anschluss an die Veranstaltung signierte er natürlich noch - ich Dussel musste mir das Buch allerdings nochmal kaufen, weil ich mein Exemplar an meine Oma verliehen hatte. Aber gut für euch, denn so habt ihr demnächst die Chance, Ich komm auf Deutschland zu bei uns zu gewinnen. Und ich kann euch nur noch einmal raten: Schaut euch Firas' Youtube-Channel an und lest sein Buch - beides ist einfach so unglaublich gut gemacht und natürlich aktueller denn je. 

Nach der Lesung mit Firas war dann für mich aber wirklich Schluss für den ersten Buchmesse-Tag und ich fiel absolut k.o. ins Bett. Aber was für ein grandioser Auftakt zur diesjährigen LBM!

Der Buchmesse-Freitag begann für mich wesentlich entspannter als der Donnerstag. Zusammen mit meiner Mutti und meinem Freund ging es gleich 9.30 Uhr zur Messe - die Hallen waren noch verhältnismäßig leer und so konnten wir ein wenig herumstromern und die ganzen Bücher und tollen Stände auf uns wirken lassen. Habt ihr dieses abgefahrene Auto in Halle 1 gesehen? Der absolute Knaller :D

Mutti und ich statteten auch der Bloggerlounge einen Besuch ab, gönnten uns hier eine kurze Verschnaufpause und hinterließen natürlich auch Visitenkarten. Selbst habe ich auch einige mitgenommen, ich finde es einfach toll, dass man in der Lounge neue Blogs entdecken und mit anderen Bloggern ins Gespräch kommen kann. Danach fanden wir uns an der LVZ Autorenarena ein, wo Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel aus seinem Leben erzählte und sein Buch Courage zeigen vorstellte. Ich muss sagen: Krumbiegel hat einen unglaublich sympathischen Eindruck gemacht, auch von seiner Haltung her und es ist schon ziemlich schwarzer Humor, dass er (auch und vor allem als Leipziger) davon sprach, wie wichtig es ist, Courage zu zeigen, während direkt neben der Arena das riesige Banner über dem Stand des Compact Magazins thronte. Der Hohn in Säcken! Krumbiegels Buch steht aber auf jeden Fall auf meiner Wunschliste! Auch wenn ich das Gespräch leider nicht wirklich entspannt mitverfolgen konnte, da sich ein riesiger Pulk um die Arena versammelt hatte und die Menschen quetschten und drängelten, was das Zeug hielt. Muss das sein?

Da aber nach Krumbiegel absolutes Kontrastprogramm auf dem Plan stand, konnten wir sogar einen der heiß begehrten Plätze in der Arena ergattern. Und wer kam?
Alle lieben Fitzek!
Natürlich Sebastian Fitzek! Meine Mutti ist ja ebenso angetan wie ich von der sympathischen Knutschkugel, die im krassen Gegensatz zu den Romanen steht. :D Die LVZ Autorenarena füllte sich ziemlich schnell und es folgte ein interessantes und wie immer amüsantes Gespräch mit dem Thrillerautor, der über seinen neuen Roman AchtNacht und die faszinierende Idee dahinter sprach.
Sebastian Fitzek im Gespräch
Was mich an diesem Thriller so begeistert hat, ist übrigens, wie Fitzek es geschafft hat, eine packende, mitreißende Geschichte um eine schockierend aktuelle und vorstellbare Grundidee herum zu basteln. Wer neugierig ist, kann ja noch einmal in meiner *Rezension* zum Buch nachlesen.

Ihr seht also: Der zweite Buchmesse-Tag war lange nicht so vollgepackt wie der erste, aber das war ganz gut so, denn der Samstag war wieder von vorne bis hinten durchgeplant. Dazu mehr im Buchmesse-Bericht Volume 2 ;) Freut euch schon einmal auf meine Erlebnisse beim #LBLesertreff und der 1. Leipziger Drachennacht. So viel kann ich verraten: Es war der absolute Hammer!

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