Dienstag, 14. Februar 2017

UNTERWEGS in Potsdam - Kurztrip 2017

Als vorzetiges Geburtstagsgeschenk für meine Schwester haben sie und ich uns zu einem kleinen Städtetrip nach Potsdam entschlossen. Von Montag bis Donnerstag (06.02-09.02.2017) haben wir der Stadt im Norden einen Besuch abgestattet. Einen Abriss unserer Erlebnisse und Unternehmungen will ich euch natürlich nicht vorenthalten :-)

***Montag - Anreisetag***
Im Gegensatz zu meiner Schwester ging es für mich schon kurz nach 10 Uhr los, da mein Reiseweg von Franken doch etwas länger ist (zumindest mit dem Zug). Knapp vier Stunden später stieß mein Schwesterlein dann in Leipzig dazu. Nach einem kleinen Schock - verursacht durch ein falsches Ticket und behoben durch einen genialen Schaffner, der meiner Schwester ein "Upgrade" gegeben hat - verflogen die restlichen zwei Stunden nach Potsdam wie im Flug. Unser Hotel - das Filmhotel Lili Marleen in Babelsberg - haben wir nahezu problemlos gefunden und waren insgesamt positiv überrascht. Das Schlaf- und Badezimmer waren sehr sauber und für zwei Personen auch ziemlich geräumig. Einzig allein die Beleuchtung könnte etwas heller sein. Da vom Tag nicht mehr allzu viel übrig war, unsere Mägen knurrten und unsere Kehlen nach etwas Alkoholischem lechzten, sind wir in der Innenstadt ins Waikiki Burger gegangen. Hier gibt's - Überraschung! - hauptsächlich Burger und Cocktails. Und da es Anfang der Woche war, hatten wir mehr oder weniger freie Platzwahl. Die Atmosphäre war entspannt, die Bedienungen super freundlich und zuvorkommend und die Süßkartoffelpommes waren ein Gedicht. Ein kleiner Tipp für alle, die es extravagant mögen: der Waikiki Monkey. Dieses Getränk kommt nämlich in diesem wunderschönen Gefäß an den Tisch:
Waikiki Monkey-"Becher"
Obwohl wir eigentlich schon etwas erledigt waren, war die Nacht dann doch länger als gedacht. Maria und ich haben nämlich angefangen, meine Geburtstagsfeier zum 25. übernächstes Jahr zu planen - aber DAS ist eine andere Geschichte :-P Außerdem habe ich meiner Schwester erlaubt, das eine Drittel ihres Geburtstagsgeschenks schon vorzeitig zu öffnen. Ich wollte einfach ihre Reaktion live erleben - und ich wurde nicht enttäuscht :-)

***Dienstag***
Nach einer durchwachsenen Nacht, in der keine von uns beiden ausreichend Schlaf bekommen hat, brauchten wir erstmal Stärkung. In der Beziehung ein weiterer Pluspunkt für das Hotel: das Frühstücksbuffet (im Preis inbegriffen) steht bis 10.30 Uhr zur Verfügung. Da wir wahrlich zwei unausstehliche Morgenmuffel sind, kam uns das sehr gelegen. Zumal wir immer die letzten Gäste beim Essen waren und dadurch a) unsere Ruhe hatten und b) uns keinen Kleinkrieg mit anderen Gästen um die Speisen liefern mussten. Sogar der Kaffee schmeckte besser als der Filterkaffee, den ich normalerweise außerhalb meiner eigenen vier Wände gewohnt bin (Ja, ich bin ein Kaffeesnob. Ich lege wert auf erst kurz vorher gemahlene Bohnen einer ganz bestimmten Marke).
Propsteikirche St. Peter und Paul
Danach haben wir uns in die Innenstadt begeben. Erster Stopp: das Holländische Viertel. Sehr schöne Backsteinhäuser, die so niedlich aussehen, das man am liebsten selbst sofort einziehen würde. Das geich daneben gelegene Nauener Tor wirkt da deutlich fehlplatziert (und ist - so leid es mir tut - auch sonst nicht ästhetisch ansprechend). Unser Ausflug dorthin war zugegebenermaßen auch von recht kurzer Dauer. Das lag zum einen daran, dass wir vollkommen energielos, und zum anderen schon leicht erfroren waren. Die Temperaturen haben uns nämlich wieder vor Augen geführt, warum man im Februar lieber in den Süden fahren sollte :-/
Aufgewärmt haben wir uns beim Shoppen in den (überschaubar großen) Bahnhofspassagen. Immerhin sind wir beide gewissermaßen erfolgreich gewesen.
Das eigentliche Highlight war unsere Abendplanung: wir haben uns nämlich mit einer Freundin (und ehemaligen Klassenkameradin) und ihrem Freund, die zusammen in Potsdam wohnen, zum Essen verabredet (Indisch im Indian Garden - lecker!). Wir haben sie zusammen von Arbeit abgeholt - die praktischerweise am Brandenburger Tor liegt.
Der Abend war einfach wahnsinnig toll, lustig, unterhaltsam... wir hatten einfach so viel zu bequatschen, weil wir uns so lange schon nicht mehr gesehen haben. Und trotzdem war es wie früher :-)
Maria und ich vorm Brandenburger Tor

***Mittwoch***
In der Biosphäre
Nach dem wenig kulturellen Tag zuvor, wollten wir diesmal etwas mehr von Potsdam sehen. Aufgrund der Temperaturen (frostige -4°C) haben wir uns für die Biosphäre entschieden, einem Indoor-Tropenwald auf ca 5000 qm. Dort war es kuschelig warm und auch sonst waren wir mehr als begeistert. Neben diversen gut gepflegten Pflanzen und Tieren (u.a. ein Schmetterlingshaus, welches für Svenja wohl die absolute Horrorkammer gewesen wäre) haben dort kleine interaktive Angebote zum Mitmachen eingeladen und unsere Sinne beansprucht. Besonders für Schulklassen ist ein Ausflug dorthin sicher sehr interessant und lehrreich. Ich kann es zumindest jedem, der nach Potsdam fährt, empfehlen, dorthin zu gehen.
In der Biosphäre

Im Anschluss sind wir zusammen mit besagter Freundin vom Vortag zum Neuen Palais von Friedrich dem Großen, um eine Führung mitzumachen. An sich war es sehr beeindruckend (besonders der Grottensaal ist eine Augenweide!) und informativ, nur leider wird dort auch im Winter kein einziger Raum beheizt. Nicht nur wir, sondern auch unser Tourguide und die anderen Touristen hatten mit der Kälte zu kämpfen. Nach wenigen Minuten waren wir durchgefroren bis auf die Knochen, sodass wir die Führung wohl nicht ganz so sehr genießen konnten, wie wir es sonst getan hätten.

Neues Palais



Hinterher waren Maria und ich dann noch im Thalia Kino zu La la Land mit Emma Stone und Ryan Gosling. Ich weiß nicht, wie ihr zu dem Film steht (und ob ihr ihn schon gesehen habt), aber ich fand ihn wirklich toll. Dass die zwei miteinander harmonieren, haben sie ja schon früher unter Beweis gestellt, und jetzt haben sie auch noch gezeigt, dass ihre Gesangsstimmen auch toll zueinander passen. Allein deswegen hat es sich gelohnt!

Neues Palais

***Donnerstag - Abreisetag***
Nach nur dreieinhalb Tagen hieß es dann auch schon Taschen-Packen und Zimmer-Räumen für uns. Noch ein kurzes Abschiedstreffen auf einen Kaffee mit unserer Freundin und dann saßen wir schon wieder im Zug (wo ich außerdem unglaublich tolle nebenberufliche Neuigkeiten erhalten habe, von denen ich euch evtl. ein anderes Mal berichte). Meinen Aufenthalt in Leipzig habe ich um eine Stunde verlängert, da ich mich dort mit einer weiteren Freundin und ehemaligen Klassenkameradin getroffen habe. Wiedersehensfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und daher habe ich es auch gerne 'in Kauf genommen' erst gegen 20 Uhr wieder zu Hause zu sein. Die Gelegenheit war einfach zu günstig, als dass ich sie hätte verstreichen lassen wollen. Wer weiß, wann ich sonst wieder Zeit gehabt hätte?
Somit habe ich schon innerhalb der ersten zwei Monate des neuen Jahres zwei wichtige Vorsätze in die Tat umgesetzt. Man sollte halt immer gleich Nägel mit Köpfen machen!

***Fazit***
Von Potsdam haben wir bei Weitem nicht alles gesehen, aber dennoch war es ein schöner Kurztrip. Abgesehen von den bescheidenen Temperaturen und kleineren Stimmungsschwankungen unsererseits hat es sich gelohnt - besonders im Hinblick auf die Wiedersehen mit einigen lieben Menschen, die ich vermisst habe.
Jetzt heißt es aber wieder: fleißig in die Tasten hauen. Die Hausarbeiten für die Uni schreiben sich nämlich leider nicht von selbst...

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