Mittwoch, 15. Juni 2016

DIES & DAS: Kreischalarm! Die Fan Preview von "Ein ganzes halbes Jahr" mit Jojo Moyes und Thea Sharrock


Als ich vor etwa anderthalb Wochen eine Mail vom Rowohlt Verlag bekam, in der stand, dass ich zwei Tickets für die Fan Preview von "Ein ganzes halbes Jahr" in Berlin mit Jojo Moyes und Thea Sharrock gewonnen habe, war ich ja absolut am Durchdrehen und konnte es eigentlich gar nicht glauben. Und gestern war es dann endlich soweit: Zusammen mit meiner Arbeitskollegin und Freundin Anna durfte ich den Film schon mehr als eine Woche vor Bundesstart sehen und dann auch noch eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen treffen! Wie der Abend war? Na ganz einfach unglaublich, großartig, fantastisch, spektakulär, emotional, unfassbar...

Wie ihr wisst, bin ich ein riesengroßer Fan von Jojo Moyes und liebe jedes ihrer Bücher, wobei Ein ganzes halbes Jahr einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat, weil es einfach so mutig, so berührend und so unglaublich traurig und bewegend ist. Jojo Moyes versteht es einfach, ihre Leser abzuholen und zu Tränen zu rühren und deswegen wartete ich schon seit Monaten auf den Kinostart von "Ein ganzes halbes Jahr" - schließlich hat Jojo Moyes das Drehbuch selbst geschrieben. Und sie hat das großartig gemacht! Aber dazu später mehr ;)

Da Katha ja aktuell in der Schweiz ist (darum beneide ich sie übrigens auch) konnten wir dieses Event leider nicht zusammen besuchen, aber dafür hat meine liebe Freundin und Arbeitskollegin Anna mich begleitet und wir haben den Urlaubstag genutzt, um entspannt durch Berlin zu schlendern, unfassbar leckeres Eis zu essen und uns im Madame Tussauds mit dem ein oder anderen Promi abzulichten. Nach dem kurzen Sightseeing-Trip sind wir dann zum Auto zurückgekehrt, um uns für die Premiere noch ein bisschen aufzuhübschen - Frauen eben :D

Und dann war es soweit: Vor dem Eingang der Astor Filmlounge auf dem Kurfürstendamm versammelten sich immer mehr Fans und einige von ihnen trugen Louisa Clarks Hummel-Strumpfhosen. Ich hatte ja auch kurz überlegt, mich aufgrund meiner nicht ganz so schlanken Beine aber dagegen entschieden :D Schön anzusehen war es aber absolut! 
Ähm naja :D
Nach dem Einlass gab es dann einen Sektempfang und ich durfte/musste auch ein kleines Interview geben (wenn ich es in den nächsten Tagen irgendwo finde, lass ich es euch natürlich wissen). Anschließend haben wir uns im wunderschönen Kinosaal der Astor Filmlounge super Plätze gesucht und belegt - nicht ohne uns über die coolen Tüten Warner Bros. zu freuen, die mit süßen Taschentüchern und Schoki gefüllt waren. Und dann kam ja mein ganz persönliches Highlight...



...Jojo Moyes und die Regisseurin Thea Sharrock nahmen vor der Leinwand Platz, um Autogramme zu geben und natürlich Bücher zu signieren. Ich hatte mich diesmal schon im Vorfeld gezügelt und nur meine deutsche Erstausgabe von Ein ganzes halbes Jahr mitgenommen sowie die aktuelle Filmausgabe (was ich mit der wohl vorhabe!?). Es war der Wahnsinn!!! Anna war so lieb und hat Fotos gemacht, während ich kurz mit der fantastischen und super lieben Jojo Moyes sprechen und meine Bücher signieren lassen konnte. Auch zwei von Jojo Moyes und Thea Sharrock unterschriebene Poster (wieso zwei!?) konnte ich ergattern und so war ich schon vor dem eigentlichen Film absolut selig und auf Wolke 7. Der Hammer! Ich bin immer noch so happy, ich könnte glatt platzen. Sooo toll *_* Annas Highlight war übrigens eine Unterhaltung mit Steven Gätjen, der durch den Abend geführt hat - er war super nett und hat zugegeben, das Buch auch nicht gelesen zu haben, was Anna ein wenig beruhigt hat.


Jojo Moyes und Thea Sharrock










Jojo Moyes und ich *_*










Nach der Signierstunde hat Steven Gätjen noch ein kurzes Interview mit Jojo Moyes und Thea Sharrock geführt, die erzählten, wie sie die passende Besetzung fanden, wie die Zusammenarbeit funktionierte und wie sie schließlich das Drehbuch (verfasst von Jojo Moyes selbst) umgesetzt haben. Ich fand es unheimlich interessant und beide Frauen sind unehimlich sympathische Persönlichkeiten, die man einfach sofort gern hat. Aber dann wurde ich auch langsam hibbelig, denn ich wollte jetzt unbedingt den Film sehen - solange habe ich darauf gewartet!

Jojo Moyes und Thea Sharrock mit Steven Gätjen



Meine signierte Ausgabe von "Ein ganzes halbes Jahr"










Und dann ging es los und ich möchte euch meine Meinung natürlich nicht vorenthalten:

Die Handlung möchte ich an dieser Stelle nur ganz kurz umreißen, da viele von euch sicher das Buch kennen beziehungsweise schon den ein oder anderen Trailer gesehen haben. In "Ein ganzes halbes Jahr" geht es um die 26-jährige Louisa, die urplötzlich ihren Job verliert und zum Dauergast auf dem Arbeitsamt wird. Schließlich findet sie eine neue Stelle und zwar als Pflegekraft und Gesellschaft für einen schwer behinderten Mann, den 31-jährigen Will Traynor. Will ist nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt und hat sein Leben schon lange aufgegeben. Er ist zynisch und verbittert und möchte nichts lieber als sterben. Zunächst verachtet er Louisa, doch bald schon gelingt es ihr, ihn ins Leben zurückzuholen und ihm zu zeigen, dass es noch immer positive Seiten hat...

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich noch nie in einer derart emotionsgeladenen Kinovorstellung war - noch nie! Keine Komödie, die ich bis jetzt im Kino gesehen habe, hat das Publikum so zum Lachen gebracht, kein Drama es so mitfiebern lassen, wie das gestern "Ein ganzes halbes Jahr" getan hat. Der Film macht von der ersten Minute an etwas mit einem, was man nicht kontrollieren kann. Man ist sofort drinnen, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Ich war absolut baff. Ich kannte ja die Geschichte, aber der Film hat sie mich noch einmal ganz neu entdecken lassen. Und so gut wie alle anderen Zuschauer auch, es war eine irgendwie magische Atmosphäre. Unglaublich!

Auch die Darsteller haben mich absolut überzeugt - wie Thea Sharrock und Jojo Moyes im Vorfeld bereits sagten: Emilia Clarke ist die perfekte Lou. Sie ist sie einfach durch und durch und das spürt man ganz deutlich. Ab und an hatte ich zwar ein paar kleine Probleme mit ihrer Mimik (vor allem in den emotionalen Szenen) und ihre Synchronstimme hat mir nicht ganz so gut gefallen, aber ansonsten finde ich sie wirklich großartig. Und Sam Claflin...tja, was soll ich sagen. Dass er unheimlich gut aussieht, ist ja kein Geheimnis, aber in diesem Film geht es weit darüber hinaus. Es muss eine unvorstellbare Herausforderung für ihn gewesen sein, einen Mann zu spielen, der vom Hals abwärts gelähmt ist - er konnte nicht mit Körpersprache arbeiten, sondern nur mit Mimik und Tonfall. Und das hat er unglaublich gut gemacht, man nimmt ihm seine Rolle komplett ab, leidet mit ihm und kann Wills Zynismus absolut nachvollziehen.

Auch die anderen Charaktere, vor allem Lous Familie, habe ich sehr gemocht (oder auch nicht, im Fall von Lous nervigem, oberflächlichem Freund Patrick - gespielt von Matthew Lewis). Allerdings kamen sie mir etwas zu kurz. Insgesamt ging es im Film Schlag auf Schlag, was einerseits gut ist, andererseits fehlt an einigen Stellen die Tiefe der Romanvorlage. Ein paar Minütchen länger hätte die Adaption ruhig sein können, aber auch so bin ich sehr zufrieden.

Emilia Clarke und Sam Claflin harmonieren fantastisch miteinander und was mir besonders gefallen hat: Die Liebesgeschichte ist genauso zart und zurückhaltend wie im Buch. Auch der Film ist keine aufdringliche, übersentimentale Schmonzette, sondern genau das, was ich mir erhofft hatte: Eine gelungene Adaption eines großartigen Bestsellers und ein Film über ein Tabuthema, der einen sehr lange nicht loslässt. Natürlich kommt er an die Romanvorlage nicht heran, es fehlen Stellen, auf die ich mich schon gefreut hatte, aber man merkt ganz deutlich, dass Jojo Moyes das Drehbuch selbst geschrieben hat. Lou und Will sind immer noch Lou und Will und die Dialoge teilweise 1:1 aus dem Buch übernommen, was mir sehr sehr gut gefallen hat. Den Humor, den Witz, den Charme und die Tragik der Geschichte haben Jojo Moyes und Thea Sharrock perfekt auf den Film übertragen und schon alleine deswegen bin ich begeistert.

Fazit: Ihr müsst euch diesen Film unbedingt ansehen! Er ist eine Hommage an Jojo Moyes' großartigen Roman und er ist berührend und mitreißend von der ersten bis zur letzten Minute. Er hält sich nicht an langem Geschwafel auf, sondern ist auf den Punkt und hat zumindest in der gestrigen Vorpremiere jeden einzelnen Zuschauer erreicht. Ich hoffe, dass die Geschichte die Menschen in Bezug auf ein Tabuthema sensibilisiert, das keines sein sollte. Dass sie aufmerksam macht und zum Nachdenken anregt. Und trotzdem unterhält - genau das hat der Film bei mir absolut geschafft.


An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim Rowohlt Verlag und bei Warner Bros. für den wundervollen, fantastischen, unglaublichen Abend bedanken. Es war ein unvergessliches Erlebnis, an das ich mich noch lange erinnern werde. Und natürlich sollt auch ihr ein bisschen von meinem Glück abbekommen - schaut einfach morgen nochmal auf dem Blog vorbei, dann wartet hier eine Überraschung auf euch ;)

#LebeGlücklich


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