Mittwoch, 6. April 2016

DIES & DAS: Mein erster Monat im Fernstudium


Seit etwas mehr als einem Monat nehme ich nun schon an einem Fernkurs zum Thema Online-Marketing und E-Commerce teil und habe mittlerweile den Dreh raus, wie ich an das Ganze herangehen muss und wie ich Weiterbildung und Vollzeitjob unter einen Hut bringe. Deswegen gibt es heute eine erste kleine Zusammenfassung und auch ein paar Tipps von mir. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch auch vor, sich für ein Fernstudium einzuschreiben.

Der Einstieg

In meinem letzten Post zum Thema habe ich ja bereits berichtet, dass ich mich nach sorgfältigem Abwägen und dem Anfordern von Infomaterial für die Fernschule Weber entschieden habe. Nun, nach etwas mehr als einem Monat, bin ich immer noch sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Warum?

Vor allem war ich gleich zu Beginn begeistert von den Lehrmaterialien. Die ersten drei Lehrbriefe (für die ersten drei Monate) kamen in einem schicken Ordner zu mir, waren klar voneinander getrennt und wirkten von vornherein sehr übersichtlich und gut gegliedert. Dieser Eindruck hat sich während des Durcharbeitens des ersten Lehrbriefes bestätigt. Sachverhalte und Themen sind logisch strukturiert, werden verständlich erklärt und durch Grafiken, Übungsaufgaben und Beispiele unterstützt. Das Lesen der Materialien und das Lernen der Begriffe fiel mir sehr leicht und ich muss sagen, dass die Lehrbriefe vom Umfang und vom Schwierigkeitsgrad her perfekt auf eine Bearbeitungszeit von einem Monat abgestimmt sind. 

Den ersten Lehrbrief zum Thema "Marketing und Einführung in das Online-Marketing" habe ich also mittlerweile schon durchgearbeitet, die Hausaufgaben (die übrigens schwieriger waren als gedacht) bereits abgeschickt. Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass man eine Strategie braucht, um ein Fernstudium mit dem Job und auch der Freizeit zu vereinbaren. 


Meine Hilfsmittel

Mein Studienplaner-Poster
Ganz wichtig: Man muss von vornherein darauf achten, den Überblick nicht zu verlieren. Zumindest bei der Art Fernlehrgang, für die ich mich entschieden habe, ist man völlig auf sich allein gestellt. Man muss sich selbst motivieren und sich selbst immer wieder überprüfen. Ich habe mir also gleich zu Beginn ein Studienplaner-Poster besorgt, an die Tür vom Arbeitszimmer geheftet und wichtige Termine (vor allem die Abgabe der Hausaufgaben) mit Rotstift eingetragen. Ich wusste, dass ich in einen normalen Taschenkalender relativ schnell nicht mehr reinschauen würde - daher das Poster. Das habe ich jetzt immer im Blick und so geht mir nichts durch die Lappen. Man muss die Termine natürlich auch konsequent eintragen, sonst wird's nichts ;)

Gleich am Anfang habe ich mir außerdem einen Karteikasten zugelegt und damit angefangen, Begriffe, Fachwörter und Sachverhalte auf Karteikarten zu schreiben und dann mithilfe des bekannten Systems (richtig erklärter Begriff rutscht ein Fach weiter, falsch erklärter wieder zurück ins erste Fach) gelernt. 
Mein Karteikasten
Ich muss allerdings zugeben, dass ich für diese Lernvariante zu bequem bin. Am Anfang mag das alles noch ganz gut funktionieren, aber irgendwann nehmen die Begriffe überhand und würde man die alle durchgehen wollen, müsste man sich ein ganzes Wochenende Zeit nehmen. Zudem war das stupide Auswendig-Lernen noch nie meine Stärke. Ich denke, ich werde im weiteren Verlauf des Fernstudiums eher auf Mind Maps und handgeschriebene Übersichten setzen und die Karteikarten erst einmal beiseite lassen. Ich denke aber, dass viele andere mit der Methode ganz gut zurechtkommen.

Meine Lehrmaterialien
Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Post-its bzw. Klebezettelchen und Marker in verschiedenen Farben. Mit den Klebezettelchen kennzeichne ich die verschiedenen Unterpunkte und Teilabschnitte eines Lehrbriefs, damit ich später beim erneuten Durchblättern einen besseren Überblick habe. Bunt markieren habe ich schon immer geliebt, denn so springen mir Begriffe schnell ins Auge und ich sehe direkt, was wichtig ist und was nicht ganz so wichtig. Schon in der Schule musste ich mich aber zwingen, nicht direkt alles zu markieren, denn dann hat das Ganze ja wiederum gar keinen Effekt. Mittlerweile habe ich den Dreh ganz gut raus und kann die wichtigen Dinge relativ schnell rausfiltern.

Den Laptop habe ich während des Durcharbeitens der Unterlagen nicht immer neben mir, wohl aber mein Tablet. Das ist einfach kompakter und schneller, vor allem, wenn ich mal nähere Erläuterungen zu einem Begriff oder einem Sachverhalt brauche oder schnell etwas googeln möchte. Sicherlich braucht man für ein Fernstudium nicht zwangsläufig ein Tablet, für mich ist es aber ungemein praktisch, spart Zeit und vor allem Platz auf dem vollgepackten Schreibtisch. Das Smartphone wiederum wäre mir zu klein dafür. 

Meine Strategie

Am Anfang war ich natürlich hochmotviert und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass das nach einem Monat immer noch so ist. Klar, zu Beginn war das Fernstudium etwas Neues, etwas Aufregendes und jetzt gehört es schon zum Alltag dazu und ist genauso beständig und wenig aufregend wie mein Job. Aber trotzdem bin ich immer noch gewillt, das Ganze durchzuziehen und am Ende den Einstieg in meinen Traumjob zu schaffen. 

Ganz wichtig: Man muss sich von vornherein eine feste Zeit für das Durcharbeiten der Unterlagen, das Lernen und das Erledigen der Hausaufgaben nehmen. Für mich bedeutet das: So oft wie möglich (am besten täglich) von Montag bis Freitag abends nach der Arbeit noch einmal 1,5 Stunden auf den Popo setzen und lernen. Natürlich funktioniert das nicht immer, manchmal hat man ja auch etwas vor, hat Termine oder dergleichen. Wenn man ca. 17.15 Uhr von Arbeit nach Hause kommt, bleibt nun einmal nicht mehr viel vom Tag. Trotzdem muss man konsequent bleiben und darf es nicht zu sehr schleifen lassen, denn sonst schiebt man alles auf das Wochenende und damit tut man ja vor allem sich selbst keinen Gefallen.

An den Wochenenden versuche ich dann, noch einmal insgesamt 4-6 Stunden für das Fernstudium aufzuwenden. Natürlich könnte ich mir auch mehr Zeit nehmen, aber nach einer stressigen Arbeitswoche braucht man einfach auch ein bisschen Ruhe und Freizeit und ich möchte nicht den Fehler machen, mich zu übernehmen und dann vielleicht gar kein Privatleben mehr zu haben. Es ist ein Spagat, aber ich bin mir sicher, dass ich das schaffe und weiter so durchziehen kann. 

So blöd das klingen mag, aber es ist wirklich wichtig, sich gerade am Anfang nicht zu übernehmen. Ich könnte mich zum Beispiel nicht 4 Stunden am Stück hinsetzen und pauken - das konnte ich nie. Irgendwann bin ich nicht mehr aufnahmefähig und dann hat es sowieso keinen Sinn. Deswegen lerne ich fürs Fernstudium etwa 45-60 Minuten am Stück, mache dann eine kurze Pause von vielleicht 10 Minuten und geh dann wieder frisch ans Werk. Nach maximal 3 Stunden am Stück ist für mich aber Feierabend. Ich habe gemerkt, dass ich so effektiver lernen kann und mehr aufnehme.

Mein Monats-Plan sieht jedenfalls so aus, dass ich zwei Wochen zum Bearbeiten und Durchlesen des Lehrbriefs einplane, eine Woche zum Nacharbeiten, Lernen und Verinnerlichen und eine Woche für die Hausaufgaben. Ich versuche wirklich, mich streng daran zu halten, damit ich nichts in Rudern komme, aber natürlich sollte jeder seine eigene Strategie entwickeln. Wichtig ist nur, dass man eine hat ;)



Übrigens habe ich mittlerweile meine erste Note bekommen und es ist... eine 2! Nicht perfekt, aber fürs erste Mal bin ich wirklich zufrieden. Jetzt streng ich mich noch mehr an!

Alles Liebe,

eure Svenja

          

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