Dienstag, 15. Dezember 2015

REZENSION: "Leise scheppert die Tür" (Hg. Nikoletta Enzmann)

Copyright Arena Verlag
Titel: Leise scheppert die Tür ODER Wie mir bei Last Christmas das Küssen verging

Autor: Nikoletta Enzmann (Hg.)

Genre: Jugendbuch / Kurzgeschichtensammlung

Verlag: Arena Verlag

Erscheinungsjahr: 2010

Format: Klappenbroschur (9,95 €)

Seiten: 199

ISBN: 978-3401065748


Inhalt:

Sie sind eingängig, stimmungsvoll und manchmal...einfach nur nervig! Weihnachtslieder - von "Last Christmas" bis "Jingle Bells". 8 junge Autoren interpretieren die bekanntesten Weihnachts-Ohrwürmer neu: Von wundersamen Begebenheiten über ganz persönliche Katastrophen während der Feiertage bis hin zu berührenden Liebesgeschichten ist alles dabei.


So gefällt mir das Cover:

Das Cover finde ich unheimlich witzig und ausgefallen und vor allem aufgrund des schwarzen Hintergrunds und der roten Christbaumkugeln mit Totenköpfen ist es mir sofort ins Auge gesprungen. Ich finde, es passt wirklich gut zum Inhalt und signalisiert direkt, dass es sich um ein etwas anderes Weihnachtsbuch handelt.

Meine Meinung:

Ich liebe ja Weihnachtslieder, aber von dem ein oder anderen bin ich schon mal genervt - mein absoluter Hass-Weihnachtssong ist "Last Christmas" und ich versuche es jedes Jahr durch die Adventszeit zu schaffen, ohne es auch nur einmal gehört zu haben (läuft dieses Jahr wieder ziemlich gut bisher). Deswegen hat mich Leise scheppert die Tür sofort interessiert, auch wenn ich schon vorab sagen muss: Leider hat man nach so ziemlich jeder Geschichte sofort einen Ohrwurm :D

Leise scheppert die Tür ist eine Sammlung mehrerer Kurzgeschichten von deutschen Autoren wie zum Beispiel Christoph Marzi, Tatjana Kruse, Rainer Wekwerth und Stefanie Dörr. Die insgesamt acht Geschichten haben dabei jeweils einen bekannten Weihnachtssong zum Thema und interpretieren diesen praktisch neu - eine super interessante Idee, die mir in der Umsetzung dann vielleicht doch nicht so gut gefallen hat wie gedacht.

Die Episoden an sich sind schon recht amüsant und unterhaltsam, aber insgesamt hatte ich sie mir irgendwie witziger vorgestellt. In allen Geschichten ist der Protagonist ein Teenager, der in der Weihnachtszeit so manches Abstruse, Außergewöhnliche oder Fantastische erlebt und das mit einem bestimmten Song verbindet. Am besten gefallen haben mir dabei "Driving home for Christmas", in der es um ein raffiniertes Verbrechen während einer Zugfahrt geht, und "Jingle Bells", in welcher eine Familie an Heiligabend in der Wartehalle eines Flughafens strandet. Manchmal haben die Songs eine größere, manchmal eher eine untergeordnete Rolle gespielt und waren insgesamt nicht ganz so präsent, wie ich gedacht hatte.  

Ingsesamt ist Leise scheppert die Tür aber eine recht witzige Sammlung von Kurzgeschichten, die zwischen verschiedenen Genres pendeln - u.a. Fantasy, Jugendliteratur und Liebesgeschichten. Prinzipiell ist für jeden Geschmack etwas dabei und wenn einem die ein oder andere Episode einmal nicht zusagt, kann man sie ja auch einfach überspringen. :)

Mein Fazit:

Leise scheppert die Tür, herausgegeben von Nikoletta Enzmann, ist leichte Unterhaltung für zwischendurch und vor allem für all jene ein Muss, die während der Weihnachtszeit unter dem ein oder anderen nervtötenden Ohrwurm leiden müssen. Ich hatte mir die Kurzgeschichten zwar insgesamt noch witziger, außergewöhnlicher und noch mehr auf das jeweilige Lied konzetriert vorgestellt, aber alles in allem haben mich die kurzen Episoden wirklich gut unterhalten. Eine etwas andere Weihnachtslektüre ;)


  

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