Samstag, 4. Juli 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #4


Wieder einmal ist es so weit: zwei Wochen sind vergangen - Zeit für einen Post zur Aktion "Dieses Buch bleibt im Regal" von Damaris liest. Heute stellen wir euch zwei weitere Schätze vor, die ein Dauerticket für einen Platz in unseren Bücherregalen ergattert haben. 


In Svenjas Regal bleibt...

Wenn man derart bibliophil ist wie ich, dann liest man natürlich besonders gerne Bücher, die von Büchern handeln. Ein ganz wundervolles Exemplar, das mein Regal schmückt, ist dabei:

Die Stadt der träumenden Bücher (Walter Moers)

"Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers, Piper Verlag
Die Geschichte erzählt von Hildegunst von Mythenmetz, einer jungen Echse und einem bisher eher wenig erfolgreichen Schriftsteller. Doch das soll sich ändern! Als Hildegunst ein absolut makelloses Manuskript findet, macht er sich auf den Weg nach Buchhaim, um ihm auf den Grund zu gehen. Er taucht ein in diese magische Hauptstadt der Bücher und Autoren und gerät schließlich in ein gefährliches Abenteuer, das ihn in die geheimnisvollen Katakomben weit unter der Stadt führt.
Wie ihr wisst, bin ich nicht gerade ein begeisterter Fantasy-Leser, aber Walter Moers' Zamonien-Roman ist eine absolute Ausnahme. Er steckt nicht nur voller Magie und Fantasie, sondern ist vor allem eine wunderbare Liebeserklärung an die Literatur. Bücher haben in der Geschichte einen ganz besonderen Stellenwert und sind so geheimnisvoll und mystisch wie ihre Autoren. Zauberhaft und absolut fesselnd fand ich auch die Vorstellung von einer Hauptstadt der Bücher, in der Buchladen neben Buchladen ist und das Schreiben das Leben dominiert. Moers ist ein fantastischer Erzähler und zieht einen mit Die Stadt der träumenden Bücher völlig in seinen Bann. Außerdem wird die Geschichte von ebenso witzigen wie beeindruckenden Illustrationen untermalt:

Copyright Piper Verlag
So war das Buch für mich ein ganz besonderes Lesevergnügen, das ich ab und zu mal wieder aus dem Regal hole, um in die fantastische Welt Zamoniens und der Bücher einzutauchen.

In Kathas Regal bleibt...

"Manche Bücher müssen gekostet werden, mache verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz." (Tintenherz)
Wie treffend dieses Zitat ist, habe ich gemerkt, als ich 

19 Minuten von Jodi Picoult

zum ersten Mal gelesen habe, denn ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich das Buch zur Gänze verarbeitet habe.

"Neunzehn Minuten" von Jodi Picoult, Piper Verlag

Es handelt von Peter Houghton oder besser gesagt von dem, was Peter getan hat: er ist an seiner High School Amok gelaufen. Innerhalb von nur 19 Minuten hat er zehn seiner Mitschüler und Lehrer umgebracht und sich anschließend selbst das Leben genommen. 

Ich habe es kurz, nachdem ich Elephant von Gus van Sant gesehen hatte, entdeckt und deswegen passte es sehr gut. Während es im Film jedoch mehr um die Vorbereitung und Durchführung des Amoklaufs geht, beschäftigt sich 19 Minuten mit der Rekonstruktion des Geschehens und dem Motiv und den Auswirkungen der Tat. Wie geht man mit dem Verlust eines Menschen um? Hat man als Elternteil eines Mörders ein Recht darauf, um sein totes Kind zu trauern? Bei wem liegt die Schuld? Bei Peter? Bei den Leuten, die ihn schikaniert haben? Bei den Eltern, die die Anzeichen nicht gesehen haben?

Ein überaus komplexes Thema also, das Jodi Picoult wunderbar verarbeitet hat. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es war schockierend, bewegend und teilweise unvorhersehbar für mich. Definitiv ein Buch mit WOW-Faktor und daher müsste ich es eigentlich viel öfter lesen. Vielleicht werde ich es dann allmählich verdauen. 



Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet, bis auf Weiteres, jeden zweiten Montag statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit, oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

2 Kommentare:

Damaris Anna hat gesagt…

Hallo ihr Liebe,
das Buch von Walter Moers läuft mir gerade immer wieder über den Weg. Bücher über Bücher liegen ja gerade sowieso total im Trend. Es ist schön zu sehen, dass dieses Thema schon immer aktuell war :-)
Leider habe ich noch kein Buch von Jodi Picoult gelesen. Aber jeder schwärmt von ihren berührenden Werken.
Sende euch liebe Grüße,
Damaris

Svenja Prautsch hat gesagt…

Huhu :) "Die Stadt der träumenden Bücher" ist wirklich absolut lesenswert. Ich glaube, das erste Mal habe ich den Roman vor etwa 5 Jahren in der TB-Ausgabe gelesen, aber als Hardcover ist er definitiv schöner (auch wegen der vielen Illustrationen). Ich muss dir allerdings gleich sagen, dass die Fortsetzung sich überhaupt nicht lohnt. Aber der erste Band genügt auch :)

Liebe Grüße
Svenja

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