Samstag, 20. Juni 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #3

http://www.damarisliest.de/2015/06/dieses-buch-bleibt-im-regal-3.html

Zum dritten Mal möchten wir uns an der tollen Aktion von Damaris liest. beteiligen und euch wieder jeweils ein Buch vorstellen, das wir auf keinen Fall aus unseren Regalen ausziehen lassen wollen.


In Svenjas Regal bleibt...

 

 Es gibt Bücher, bei denen einfach alles stimmt - die Geschichte, die Protagonisten, das Setting, die Atmosphäre, der Schreibstil und (ganz wichtig) die Erzählweise. Wenn man das Glück hat, auf ein solches Buch zu treffen, dann sollte man es niemals wieder los- oder es gar aus dem Regal ausziehen lassen. Und ganz genauso geht es mir mit:

Die Bücherdiebin (Markus Zusak)

"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak, blanvalet Verlag

Die Bücherdiebin erzählt die Geschichte von Liesel Meminger, einem kleinen Mädchen, das im Deutschland des Jahres 1938 ihrer Mutter entrissen und in eine Pflegefamilie gegeben wird. Dieses Erlebnis und der plötzliche Tod ihres kleinen Bruders traumatisieren sie, doch in Hans Hubermann findet sie einen liebevollen Ersatzvater, der ihr das Lesen und Schreiben beibringt. Schon bald ist Liesels Durst nach Geschichten unstillbar und sie beginnt, Bücher zu stehlen beziehungsweise sie auch vor den Bücherverbrennungen der Nazis zu retten. In den folgenden Jahren begegnet Liesel dem Tod immer wieder auf die ein oder andere Art und Weise und findet auch in Max, dem Juden, den ihre Pflegeeltern im Keller verstecken, einen Vertrauten...

Geschichten, die im Deutschland unter der Führung der Nazis spielen, gibt es viele, doch kaum eine ist so anders und hoffnungsvoll wie die der Bücherdiebin. Das Besondere an Zusaks Roman ist die außergewöhnliche Erzählperspektive, denn geschildert werden die Ereignisse aus der Sicht des Todes. Dieser Kniff ermöglicht eine völlig neue Sichtweise auf den Krieg und das sinnlose Morden, aber auch (und das ist das Faszinierende) auf das Leben. Beim Lesen passiert etwas Merkwürdiges - der Tod wird einem sympathisch, denn er wird als traurige Figur dargestellt, die auch empfindet und keinesfalls wahllos aus dem Leben reißt. Er schließt Liesel, der er auf seinen Reisen immer wieder begegnet, in sein Herz und deshalb kann er auch ihre Geschichte erzählen, denn er behält sie genau im Auge. Gleichzeitig ist der Plot an sich wahnsinnig anrührend, denn er zeigt, wie ein junger Mensch sich in einer grausamen Zeit an das einzig Gute klammert, was er finden kann: Bücher und Geschichten. Der Roman ist in meinen Augen nicht einfach ein historischer Roman, sondern eine Liebeserklärung an das Leben und vor allem an das Lesen, die besonders einfallsreich und berührend umgesetzt ist. Neben dem Tod als Erzähler sind es auch die abgedruckten Geschichten, die Liesel vermeintlich selbst schreibt, die den besonderen Charme von Die Bücherdiebin ausmachen.


Copyright blanvalet Verlag
Und aus all diesen Gründen darf Die Bücherdiebin niemals auch nur eine Seite aus meinem Regal hinaussetzen, denn ich werde es sicher noch ganz oft lesen und es jedes Mal genießen. Übrigens lohnt sich auch das Anschauen des Films, mit einer liebenswerten Sophie Nélisse als Liesel und einem wahnsinnig authentischen Geoffrey Rush als Hans Hubermann.


In Kathas Regal bleibt...


Es gibt nur wenige Bücher, die mich so sehr fesseln, dass ich sie jedes Jahr aufs Neue lese. Ein Roman, bei dem ich dieses Bedürfnis habe, ist

Tintenherz (Cornelia Funke)


Copyright C. Dressler Verlag

   Meine Liebe zur Geschichte rund um Meggie, Mo und Staubfinger geht sogar so weit, dass ich meine Bachelor-Arbeit über die Trilogie geschrieben habe. Und selbst jetzt, da ich sie (endlich) abgegeben habe, habe ich die Trilogie noch immer nicht satt. Besonders ungern gebe ich den ersten Band her. Das hat mehrere Gründe: zum einen wegen der Handlung und den Figuren, die mich so bezaubert haben (auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass mir Tintenblut und Tintentod noch wesentlich besser gefallen) und zum anderen, weil es sich um die Jubiläumsausgabe handelt. Neben einem wirklich wundervollen Vorwort beinhaltet sie einige Malereien von Cornelia Funke, die sie für das Buchcover entworfen hat. Das Highlight jedoch sind die zusätzlichen Kapitel am Ende, die über den letzten Band Tintentod hinausgehen! Das lässt mich immer darauf hoffen, dass sie irgendwann eine Fortsetzung schreiben wird :)

1 Kommentare:

Martinas Welt hat gesagt…

Oh ja...die Bücherdiebin würde definitv auch in meinem Regal bleiben!
Liebe Grüße
Martina

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