Dienstag, 17. Februar 2015

REZENSION: "Die Tage in Paris" (Jojo Moyes)

Copyright Rowohlt Verlag
Titel: Die Tage in Paris

Autor: Jojo Moyes

Genre: Roman / Liebesroman

Verlag: Rowohlt

Erscheinungsjahr: 2015

Format: Hardcover (8,00 €)

Seiten: 112

ISBN: 978-3499267901

Challenge-Gewinner: /



Inhalt:

Zwei Liebespaare verbringen die ersten Tage als Mann und Frau in der Stadt der Liebe, Paris, und werden dabei schon zu Beginn ihres Ehelebens mit Schwierigkeiten konfrontiert. Im Jahr 1912 zweifelt die junge Sophie an ihrer Beziehung zu dem rebellischen Künstlers Édouard, der unkonventionell und ein Freigeist ist. Kann er ihr tatsächlich treu bleiben und wieso hat er sie überhaupt geheiratet, wenn eine Hochzeit eigentlich so gar nicht zu seinem Lebensstil passt?
Fast 100 Jahre später, im Jahr 1998, reisen Liv und David, die sich vor ihrer Heirat erst seit ein paar Monaten kannten, nach Paris, um dort ihre Flitterwochen zu verbringen. David ist ein ambitionierter Architekt, der für seine Arbeit lebt und den ersten gemeinsamen Urlaub nutzt, um sich mit potentiellen Geschätfspartnern zu treffen. Reagiert Liv über, wenn sie sich von ihm vernachlässigt fühlt und sich fragt, ob ihr Leben als Ehefrau nur darin besteht, neben ihrem arbeitswütigen Mann zu existieren und seine dauernde Abwesenheit zu dulden? Werden Sophie und Édoudard sowie Liv und David ihre Probleme in den Griff bekommen und ihr Leben als Eheleute meistern?



Rezension:

Wie man es von den Romanen von Jojo Moyes gewohnt ist, ist das Cover zu Die Tage in Paris wieder sehr romantisch gestaltet und macht förmlich Lust aufs Lesen. Die Seine und der Eiffelturm im Hintergrund sowie das sich küssende Pärchen und die Umrisse von Vögeln verbildlichen die Vorstellung von Paris als Stadt der Romantik und Liebe und lassen eine Geschichte erwarten, die voller großer Gefühle ist.
Die Tage in Paris ist die Vorgeschichte zu Moyes' Roman Ein Bild von dir und dementsprechend kurz - eher eine Kurzgeschichte als ein Roman. Die Handlung ist zweigeteilt und spielt zu zwei verschiedenen Zeiten, wobei die jeweiligen Protagonisten jedoch so einiges gemeinsam haben. Besonders Sophie und Liv ähneln sich deutlich, was die Frage aufwirft, ob in der Fortsetzung möglicherweise eine Verbindung (Enkeltochter und Großmutter?) zwischen den beiden Frauen aufgedeckt wird. Ansonsten ist das Buch, wie alle Werke von Moyes, wieder sehr schön und einfühlsam geschrieben und lässt sich an einem Nachmittag (oder während einer Bahnfahrt) leicht durchlesen. Die Handlung ist aus diesem Grund natürlich nicht sehr vielschichtig, was sich wahrscheinlich in Ein Bild von dir ändert.

Insgesamt ist Die Tage in Paris ein niedliches Büchlein mit zwei kleinen, romantischen Geschichten, die von reizenden Zeichnungen untermalt werden. Die Story ist zwar nicht sehr ausgeklügelt und mitreißend und auch nichts Besonderes, aber dennoch recht schön. In Zusammenhang mit dem eigentlichen Roman, Ein Bild von dir, ergibt das Buch womöglich mehr Sinn (ich werde mich dazu noch einmal äußern, wenn ich den Roman fertig gelesen habe). Allerdings frage ich mich, ob es wirklich nötig war, ein 100-seitiges Buch als Vorgeschichte gesondert herauszubringen. Es verstecken sich keine esentiellen Informationen oder Geheimnisse in Die Tage in Paris (soweit ich das beurteilen kann) und ich denke, die 100 Seiten hätte man auch an den eigentlichen Roman anfügen können. Dann wäre er zwar etwas länger gewesen, aber mich persönlich hätte das nicht gestört. Hier wollte man wohl nur etwas mehr Geld verdienen - schade. Mein Fazit: Wen es interessiert, der kann es lesen, sollte aber keine allzu großen Enthüllungen erwarten - es geht auch ohne ;)


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